Pressemitteilung

Endosane Pharmaceuticals und University of California Irvine vereinbaren Studie zur Erforschung neuer PTBS-Wirkstoffe

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Endosane Pharmaceuticals, ein Berliner Pharmaunternehmen der Sanity Group, das sich auf die gezielte Erforschung und Nutzung des Endocannabinoidsystems zur Behandlung neurologischer, neuropsychiatrischer und psychiatrischer Erkrankungen spezialisiert hat, und die University of California Irvine (UCI) haben vereinbart, die Wirksamkeit zweier innovativer Wirkstoffe zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) mit einer Reihe von präklinischen Studien zu untersuchen. Durchgeführt werden die Arbeiten im Labor des international renommierten Neuropharmakologen Prof. Dr. Daniele Piomelli. Erste Ergebnisse werden bereits im Laufe des Jahres 2022 erwartet. 
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Endosane Pharmaceuticals geht einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung der Zukunftsvision: Neben der bereits fortgeschrittenen Entwicklung eines cannabinoid-basierten Wirkstoffs zur Behandlung von Schizophrenien untersucht Endosane mit Nachdruck weitere Wirkstoffe des eigenen Portfolios für die Behandlung anderer psychischer Störungen. Im Gegensatz zum potenziellen Schizophrenie-Medikament befindet sich die Entwicklung dieser Wirkstoffe zwar noch in der präklinischen Entwicklung, bereits abgeschlossene Studien an verwandten Molekülen weisen jedoch auf eine klinische Wirksamkeit in der Psychiatrie hin. Die jetzt beginnenden Untersuchungen bilden die Grundlage für eine zügige Weiterentwicklung mit dem Ziel einer raschen Verfügbarkeit der innovativen Substanzen für klinische Prüfungen.

Unterstützung zur Verarbeitung eines Traumas: Neue Wirkstoffe zur Behandlung von PTBS

Posttraumatische Belastungsstörungen stellen eine Gruppe weit verbreiteter psychischer Störungen dar. Die Betroffenen sind nachhaltig in ihrer Lebensführung einschränkt. Für das Auftreten von PTBS ist nach aktuellem Stand der Forschung eine Überlastung der Verarbeitungskapazitäten des Gehirns für die durch das Trauma entstandenen Erinnerungen verantwortlich. 

Wie alle anderen Wirkstoffe des Endosane-Portfolios wirken auch die Moleküle, die nun untersucht werden, über das körpereigene Endocannabinoidsystem. Im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen handelt es sich dabei nicht um Cannabinoide, sondern um synthetische Moleküle, die über die Hemmung bestimmter Enzyme die Konzentration der körpereigenen Endocannabinoide verändern. Grundlage der Entwicklung dieser Moleküle sind verschiedene Studien im Bereich der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Gedächtnisforschung, die einen Zusammenhang zwischen Veränderungen in der Balance des körpereigenen Endocannabinoidsystems und der Fähigkeit zur Verarbeitung von Erinnerungen gezeigt haben. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass durch die gezielte Ansprache dieses Systems die Verarbeitung von Traumata beeinflusst werden kann. Die neuen Wirkstoffe würden dabei nicht primär die sichtbare Symptomatik von PTBS behandeln, wie z. B. Angstzustände, Panikattacken und Schlaflosigkeit, sondern die Verarbeitung der negativen Erinnerungen, also die eigentliche Ursache. 

„Wir sehen die Möglichkeit, mit Hilfe des Endocannabinoidsystems nicht nur die sichtbaren Symptome, sondern vor allem die Ursache selbst adressieren zu können“, sagt Prof. Dr. Markus Leweke, medizinischer Direktor von Endosane. Noch wichtiger sei aber, dass die Nutzung des Endocannabinoidsystems deutlich „sanfter“ in das neurophysiologische Gefüge der Patient:innen eingreife als aktuell verfügbare Medikamente. „Die Chance auf ein erheblich reduziertes Nebenwirkungsprofil ist groß“, so Prof. Dr. Leweke weiter.

Zusammenarbeit mit der University of California Irvine

Dass die anstehenden Studien ausgerechnet an der University of California Irvine durchgeführt werden, ist kein Zufall. Der dort für die Forschung zuständige Prof. Dr. Daniele Piomelli ist ein Pionier auf dem Gebiet der Endocannabinoidsystem-Forschung und die erforschte Wirkstoffklasse sogenannter FAAH-Inhibitoren wurde von ihm mitentwickelt. „Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen mit Prof. Dr. Piomelli an der UCI forschen können und sind optimistisch, dass die präklinischen Studien eine klare Indikation hinsichtlich der Wirksamkeit liefern werden. Wenn sich die Annahme bestätigt, werden wir aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr eine klinische Phase-I-Studie durchführen können“, erklärt Max Narr, Geschäftsführer von Endosane.


Über Endosane Pharmaceuticals

Die Endosane Pharmaceuticals GmbH, ein Unternehmen des Berliner Health- und Life-Science-Unternehmens Sanity Group und eines internationalen Wissenschaftsteams, entwickelt Fertigarzneimittel zur Behandlung neuropsychiatrischer und psychiatrischer Störungen wie Schizophrenie oder Angststörungen. Zu diesem Zweck erforscht Endosane Pharmaceuticals systematisch das Endocannabinoidsystem auf sein Potenzial zur Modulation des neurophysiologischen Gleichgewichts. Das aktuelle Wirkstoffportfolio enthält Wirkstoffe für die Behandlung verschiedener Indikationen, darunter Schizophrenie, soziale Angststörungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Die wissenschaftliche Basis von Endosane Pharmaceuticals legte in jahrelanger Grundlagenforschung ein internationales Team um den renommierten deutschen Neurologen und Psychiater Prof. Dr. F. Markus Leweke (University of Sydney), langjähriger Leiter des Exzellenzzentrums für Psychiatrie- und Psychotherapieforschung am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Sitz des 2020 gegründeten Unternehmens ist Berlin. Weitere Informationen auf www.endosane.com.